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Rana´s Geschichte

Rana`s Filmkarriere begann im zarten Alter von 6 Monaten. Sie hatte einen Auftritt beim Wunschkonzert. Im Rahmen dieser Sendung wurde ich mit meiner Arbeit als Tiertrainerin und Filmtiertrainerin vorgestellt. Die ist ein idealer Einstieg für einen angehenden Filmhund. Natürlich kann man nicht erwarten, dass ein Junghund beim ersten Mal im Rampenlicht, irgendwelche besonderen Aktionen zeigt. Vielmehr geht es darum, dass der Hund diese ungewöhnliche Welt  kennen lernt - in diesem Fall: klatschendes Publikum, zahlreiche Kameras, vielen verschiedene Geräusche. So eine Situation ist künstlich nicht herstellbar. 

Rana`s Charakterzüge waren von Anfang an: freundlich, offen, neugierig und angstfrei gegenüber allen Menschen, Tieren und Situationen. Zu motivieren war und ist sie über Spiel und Futter. Das ist sehr wichtig, da alles Training ausschließlich über positive Motivation läuft. Für den Hund soll alles ein Spiel sein, das absolute Freude bereitet. 

Rana`s verhielt sich bei diesem ersten Auftritt traumhaft. Der Moderator ging mit ihr alleine ins Studio und bei einsetzen des tosenden Applaus vom Publikums, "grinste" sie wie ein Honigkuchenpferd nach allen Seiten. Als ich mich  mit den anderen Tieren ( ein Cocker Spaniel, ein Huhn, eine Schlange und eine Vogelspinne),  dazu gesellte, blieb Rana mustergültig sitzen und genoss "ihre Show". Den meisten Hunden wäre dies bereits zuviel. Sie werden unruhig oder ängstlich, versuchen sich zu verkriechen oder weg zu laufen. Natürlich habe ich Rana bis zu ihrem Alter von 6 Monaten die erste Schulung des Gehorsams vermittelt. Ohne diese Schulung, wäre selbst mit Rana`s vorzüglichen Charaktereigenschaften, dieses Unternehmen zum Scheitern verurteilt gewesen. Von Nichts, kommt Nichts.

Im Laufe der Zeit wirkte Rana in vielen Produktionen mit: Tatort, Marienhof, Die Nonne und der Kommissar, Der Schwedische Freund, Die Fallers. Seit 2 Jahren hat sie es "geschafft". Sie ist der neue Hofhund bei "Den Fallers".

Sendedaten: 

SÜDWEST Fernsehen   sonntags, 19.15 Uhr

hessen fernsehen           samstags, 14.00 Uhr

Bayerisches Fernsehen  montags, 23.45 Uhr

Die Arbeit als Filmhund ist die "Hohe Schule" in der Hundeausbildung. Hund und Hundeführer  sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Ansprüche an den Hundeführer, an mich, sind ebenfalls sehr hoch: Der emotionale Druck zu wissen das es sich um ein Filmprojekt handelt, welches zig Tausende von Euros kostet, ein Team von 30 -40 Leuten das zuschaut, ist gewaltig. Das heißt: die eigene Emotionslage muss unter absoluter Kontrolle  stehen, ansonsten überträgt sich die Anspannung auf den Hund und es geht gar nichts mehr. Jeder Schritt, jeder Blick des Hundes ist geplant und muss bei einer Wiederholung der Szene abrufbar sein. Alles ist auf die Sekunde getimt. Selbstverständlich muss ich auch die "Filmsprache" verstehen, um zu wissen was die Anweisungen bedeuten. 

Für Rana bedeutet diese Aufgabe: Konzentriertes Spiel, an dessen Ende die Belohnung wartet. Jeder zwang ist fehl am Platze und würde sich gnadenlos am Bildschirm zeigen.

Wenige Hunde eignen sich für so eine Hauptrolle. Es gibt aber viele andere Einsätze beim Film, bei denen ein gut ausgebildeter Hund mitmachen kann.

 

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